Vattenfall und der deutsche Atomausstieg

Der schwedische Energieversorger Vattenfall hat schwer unter dem deutschen Atomausstieg zu leiden. Von anderen Einflussgrößen einmal abgesehen, hat nur diese deutsche Entscheidung den schwedischen Staatskonzern im zweiten Quartal immerhin 10,2 Milliarden Schwedische Kronen (1,1 Milliarden Euro) an Wertberichtigungen und Rückstellungen für die deutschen Kernkraftwerke Krümmel und Brunsbüttel gekostet, ließ Vattenfall am Donnerstag in Stockholm verlauten.

Hauptsächlich deswegen habe Vattenfall einen Verlust im operativen Geschäft von 3,2 Milliarden Kronen hinnehmen müssen. Der Konzern „respektiere“ zwar die deutsche Entscheidung, „erwarte“ aber auf der anderen Seite einen „fairen Ausgleich für die finanziellen Verluste des Unternehmens“, betonte Konzern-Vorstandschef Oystein Loseth.
Vattenfall musste zusätzlich für das zweite Quartal einen mit 40,4 Milliarden Kronen um 18,6 Prozent niedrigeren Umsatz als noch im Vorjahr eingestehen. Das Minus sei allerdings größtenteils auf den Verkauf des Höchstspannungs-Stromnetzes in den neuen Bundesländern und Hamburg im Mai 2010 zurückzuführen. Im ersten Halbjahr 2011 blieb für den Konzern ein um 55,8 Prozent niedrigerer Nachsteuergewinn von knapp vier Milliarden Kronen übrig.

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