Weltgrößter Solarkonzern First Solar gibt Gewinnwarnung heraus

Die Börsen haben diese Woche stark ins Minus gedreht. Da die Subventionen für Solarenergie in Europa auch noch gekürzt werden, wird die Solarbranche derzeit besonders gebeutelt. Insbesondere die Nachfrage nach Dünnschichtmodulen hat deutlich nachgelassen. Bei First Solar fiel der Nettogewinn im zweiten Quartal mehr als 60 Prozent auf 61 Millionen Dollar. Der Umsatz verringerte um neun Prozent auf 533 Millionen Dollar. Die Prognose für das zweite Halbjahr fiel den auch deutlich bescheidener aus als zuvor angekündigt.

Auch die die deutsche Solarindustrie ist mit zweistelligen Minuszahlen betroffen Bereich. Phoenix Solar und Solarworld halten die rote Laterne im TecDax. Trotz anfänglichen Hoffnungen nach dem deutschen Ausstieg aus der Atomenergie sind die deutschen Solarwerte schon länger schon kräftig unter Druck geraten. Subventionskürzungen und die Billigkonkurrenz aus China lassen die Marktanteile der deutschen Konzerne schrumpfen. Die chinesischen Konzerne steigerten dort stark subventionsgestützt ihren Markanteil im Jahr 2010 auf 45 Prozent (2009 noch36 Prozent). Der Anteil deutscher Hersteller am Weltmarkt ist innerhalb von fünf Jahren von 50 auf 21 Prozent zurückgefallen. Dennoch sind die Einnahmen der deutschen Solarkonzerne von 5,2 Milliarden Euro 2009 auf 7,6 Milliarden Euro 2010 angestiegen. Es steht zu erwarten, dass der Druck aus Asien weiter zunehmen und damit letztlich auch die Gewinnen der deutschen Solarkonzerne angreifen wird.

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